Fjåk Thailand 85%
Fjåk - Thailand - Thai cacao - chanthaburi - 85% - Batch MAR2026
Kakaoherkunft:
Ortstypische Kakao-Varietäten aus Chanthaburi
Zutaten:
Kakaomasse, Rohrzucker, Kakaobutter
Weitere Daten:
Made in Norway (Fjåk Chocolate AS, Eidfjord)
"Chanthaburi is a beautiful region, located on the coast just a few hours drive southeast of Bangkok. During our recent visit to Thailand we the pleasure to meet husband and wife team Boom and Suriya at their small farm together with the whole Thai Cacao team. We spent time together visiting farms anb the fermentation process center. In the evening we sang karaoke together with Boom, she is not only and amazing cocoa farmer but the best karaoke singer!" - Fjåk
Ganz am Ende des norwegischen Hardangerfjords in dem kleinen Ort Eidfjord stellen die beiden Mädels Agurtxane Concellon und Siv Hereid seit 2015 Schokolade her und seit Ende 2017 gibt es die Marke Fjåk. Dieser Name kommt aus dem Hardanger-Dialekt, in dem sich Menschen einer bestimmten Generation als "Fjåk" bezeichneten. Agur und Siv übersetzten diesen Begriff grob als "liebenswert" oder "ehrlich".
Fjåk bezieht seine Kakaobohnen direkt von renommierten Kooperativen oder direkt wie beispielsweise die Madagaskar-Kakaobohnen von Bertil Akesson (ein weiterer bekannter Hersteller mit eigenen Farmen). Die beiden veröffentlichen neben der tollen Single Origin Reihe auch Schokoladen mit Zusätzen aus ihrer norwegischen Heimat, wie beispielsweise braunem Käse oder speziellem Rentier-Moos. Bei den Academy of Chocolate Awards 2018 machte Fjåk einen sehr starken ersten Eindruck und gewann unter anderem gleich den Preis für den besten Newcomer in Gold, Silber und Bronze mit verschiedenen Tafeln.
Die Tafeln sind immer schön flach, wie es bei hochwertiger Schokolade oft als beste Variante angesehen wird, um einen gleichmäßigen, ebenförmigen Schmelz auf der Zunge zu haben. Unterteilt geometrisch schlicht, aber schick, in eine asymmetrische Mischung aus kleinen Rechtecken und Dreiecken, was einen modernen Touch gibt. Die Packungen gefallen mir auch immer mit dem skandinavisch-minimalistischen, grauen Karton, aber dafür mit farblichem Touch über das schöne Label und insbesondere den coolen Retro-Schriftzug. Die Thailand bricht den 85% entsprechend schnappend hart und sehr gerade, mit sehr glattem Querschnitt. Sie hat darüberhinaus einen leicht Marone-artigen Farbton, reichhaltig und tief.
Aroma:
Man findet die auf der Verpackung versprochenen Früchte und Tropik schon direkt in der Nase, tolle helle, frische Noten von Ananas, Papaya, Mango und ein Tick helle Nüsse wie Macadamia
Geschmack:
Hat trotz der recht dünnen Tafel einen sehr langsamen und relativ trockenen Schmelz, gibt einem viel Zeit mit der Guten, es kommen direkt Noten von Passionsfrucht und Ananas, dahinter trockene, tropische Gräser, Ananasschale, leicht pikante Bitterkeit mit etwas schwarzem Pfeffer, tatsächlich von den Fermentationsnoten auch eine Art Boozyness, die Fjak selbst natürlich passend "Rum" nennt, fände ich jetzt zu spezifisch
Finish:
Recht trocken und mattes Finish, leicht fermentierte Früchte, hier insbesondere Mango und etwas gelbe Paprika
Fazit:
Ich liebe immer wieder Schokoladen mit recht einzigartigen Geschmacksnoten und gebe ihnen gerne mal mindestens einen Bonuspunkt abseits der "objektiven Qualität", hier ebenso. So ist die Thailand etwas zu trocken insgesamt und hat auch nicht das längste Finish, aber begeistert mit der tropischen Fruchtigkeit, ohne dabei aber die aggressive Säure manch südamerikanischer Single Origins zu haben, die dort oft mit den Früchten mitkommt.

